
Was hilft bei Rückenschmerzen?
Der häufigste Grund für Rückenschmerzen liegt nahe: Bewegungsmangel. Dieser ist weit verbreitet. Bewegung hilft. Oft sind wir im Alltag stark eingebunden und haben wenig freie Zeitfenster. Aber Schmerzen sind auch keine Option. Was also konkret tun?
Bewegung hält Muskeln und Faszien flexibel: Das belegt die moderne Faszien-Forschung. Um die Elastizität des Bindegewebes zu sichern, ist körperliche Aktivität entscheidend und hilft bei Rückenschmerzen. Link zum 15min Übungs-Video von den Schmerz-Spezialisten Liebscher & Bracht.
Es gibt Wege aus dem Schmerz: Bewegung statt Bettruhe, individuelle Therapie statt Standardlösungen.
NZZ-Artikel vom 18.05.2025 Link zum Artikel
Eigentlich wissen Sie genau, dass mehr Bewegung oder gezielte Übungen Ihrem Rücken guttun würden. Die Vorsätze sind da, der Wille vorhanden. Und doch fällt es im Alltag unheimlich schwer, dranzubleiben. Oft sind es tief sitzende Muster, die uns daran hindern, das umzusetzen, was wir rational für richtig halten. Genau hier setzt die Kinesiologie an. Sie geht tiefer als der reine Appell an die Vernunft und adressiert die unbewussten Hemmnisse.
Wenn Schmerzen ein Gedächtnis haben
Manchmal bleiben Rückenschmerzen bestehen, obwohl die körperliche Ursache längst verheilt ist. Hier lohnt ein Blick auf das Schmerzgedächtnis: Experten vergleichen dies mit einem ungewollten Lernprozess: denn werden Schmerzimpulse dauerhaft wiederholt, kann sich der Schmerz verselbstständigen.
Wissenschaftliche Belege für den Erfolg bei Rückenschmerzen: Die Methode EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), ursprünglich für die Traumatherapie entwickelt, zeigt auch bei chronischen Rückenschmerzen erstaunliche Erfolge. Eine Studie der Universität Heidelberg unter der Leitung von Dr. Jonas Tesarz untersuchte Patienten mit chronischen Rückenschmerzen und belastenden Lebenserfahrungen. Das Ergebnis: Während die Gruppe mit herkömmlicher Behandlung kaum Verbesserungen zeigte, gingen die Beschwerden in der EMDR-Gruppe in jedem zweiten Fall deutlich zurück. Die Studie legt nahe, dass EMDR einen direkten Effekt auf das Schmerzempfinden im Gehirn haben kann. Der Kern dieser Methode ist die sogenannte bilaterale Stimulation, meist durch geleitete Augenbewegungen, welche die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften synchronisiert. Dies ist ein Prinzip, welches auch in der Kinesiologie genutzt wird: Auch hier arbeiten wir gezielt mit der Aktivierung beider Hirnhemisphären und Augenbewegungen, um alte Stressmuster – seien sie mental oder körperlich manifestiert – aufzulösen und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.
-
Ausstrahlung in Beine oder Arme
-
Rückenschmerzen in Verbindung mit einer Krebserkrankung oder mit Fieber
-
Ungewöhnlich starke Schmerzen
-
Deutliche Gefühlsstörungen und/oder Kraftverlust in Armen oder Beinen
-
Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Stuhlgang (absoluter Notfall) (Quelle: NZZ)
Weiter verwendete Quellen:
Hilft EMDR bei Rückenschmerzen?
Was ist ein Schmerzgedächtnis? Wie entsteht ein Schmerzgedächtnis? Wie entsteht chronischer Schmerz?





